Hier habe ich eine kleine Auswahl zusammengestellt mit Tieren, die in unserem Garten leben.

Vögel

Bachstelze
Bachstelze
Hausrotschwanz
Hausrotschwanz

Grünspecht
Grünspecht
Mittelspecht
Mittelspecht

Amsel
Amsel
Elster
Elster

Rotkehlchen
Rotkehlchen
Blaumeise
Blaumeise

Kohlmeise
Kohlmeise
Eine Horde Stare am Futterhaus
Eine Horde Stare am Futterhaus

Vögel gehören sicherlich zu den beliebtesten Tieren, die unsere Gärten besuchen. Im Winter ist ein Futterhaus eine ideale Möglichkeit, um unsere gefiederten Freunde zu beobachten.

Ein richtig gestalteter Naturgarten bietet Vögeln Schutz, Nahrung und Nistmöglichkeiten. bei uns bleiben viele Pflanzen über den Winter stehen und werden erst im Frühling zurückgechnitten bzw. abgemäht. Die Samenstände bieten den Vögeln über den Winter einen reich gedeckten Tisch. Seit unser Garten naturnah gestaltet ist, haben sich neue Arten wie der Zaunkönig oder der Stieglitz eingefunden. Den Zaunkönig kann man häufig an den Fruchtständen der nickenden Kratzdistel beobachten. Ein wirklich zauberhafter kleiner Vogel, der sich flink wie eine Maus durch das Dickicht bewegt.

Ein wenig Unordung im Garten, hier ein Asthaufen, der nicht weggeräumt wird, da mal eine Kolonie Brennnesseln, die nicht abgemäht wird, vielleicht noch ein Steinhaufen und mit etwas Glück wird sich bald ein Zaunkönig auch bei Ihnen einfinden.

Im Sommer gesellen sich dann zu unseren Standvögeln, die ganzjährig bei uns vorkommen, noch Zugvögel dazu, wie die Rauchschwalbe, der Hausrotschwanz oder die Bachstelze. Besonders freut mich, dass seit Jahren ein Rauchschwalbenpaar bei mir brütet, obwohl Scheune und Stall schon lange nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden.


Wildbienen

Furchenbiene
Furchenbiene
Furchenbiene
Furchenbiene

Efeu Seidenbiene
Efeu Seidenbiene
Rote Mauerbiene
Rote Mauerbiene

Blauschwarze Holzbiene
Blauschwarze Holzbiene
Sandbiene
Sandbiene

Sandbiene
Sandbiene

In Deutschland gibt es etwa 550 verschiedene Wildbienenarten zu denen auch die Hummeln zählen. Unsere ausgeräumte Landschaft bietet den Wildbienen kaum noch Nahrung und Brutmöglichkeiten. Sie sind angewiesen auf eine strukturreiche Landschaft mit vielen verschiedenen Wildblumen. Etwa 80% unserer Wildbienen nisten im Boden und benötigen deshalb offene Bodenstellen. Die meisten Wildbienen leben solitär d.h. einzeln, sie gründen keinen Staat. Sie graben eine Brutröhre, legen dort  Zellen an. In jede Zelle legen sie ein Ei und füllen sie mit Pollen als Nahrung für die Brut auf. Aus dem Ei schlüpft die Larve und ernährt sich vom Pollen, verpuppt sich, um im darauffolgenden Jahr als fertig entwickeltes Insekt zu schlüpfen. Die grösste bei uns vorkommende Wildbiene ist die Blauschwarze Holzbiene, die auch auf einem Bild zu sehen ist. Sie hat eine Körperlänge von 20 bis 28 mm. Eine wunderschöne blauschwarz schimmernde Biene, die im Flug wie ein grosser Käfer aussieht.

Früher ging man davon aus, dass die grösste Bestäubungsleistung auf das Konto der Honigbiene geht. Doch je mehr das Leben der Wildbienen erforscht wird, desto mehr stellte man fest, dass die Bestäubung durch Wildbienen einen viel grösseren Prozentsatz einnimmt als gedacht. Mittlerweile werden Mauerbienen zur Bestäubung ganzer Obstplantagen eingesetzt, da sie nicht so krankheitsanfällig sind wie Honigbienen.


Wespen

Wegwespe
Wegwespe
Keulenwespe
Keulenwespe

Goldwespe
Goldwespe

Goldwespen und Keulenwespen sind Brutparasiten. Sie legen ihre Eier in die Niströhren von Wildbienen. Die Wespenlarve schlüpft vor der Wildbienenlarve und verspeist zuerst die Nahrung und danach das Wirtsei der Wildbiene.

Wegwespen jagen Spinnen, wie man auf dem Bild sehr schön erkennen kann. Die Spinnen werden in die Niströhre gebracht und dienen der Wespenlarve als Nahrung. Die adulte Wespe ernährt sich von Pollen.


Schmetterlinge

Paarung Kaisermantel
Paarung Kaisermantel
Admiral auf Efeu
Admiral auf Efeu

Bläuling auf Dost
Bläuling auf Dost
Distelfalter
Distelfalter
Kleiner Fuchs
Kleiner Fuchs
Tagpfauenauge auf Scabiosa
Tagpfauenauge auf Scabiosa

Schmetterlinge, die Gaukler der Lüfte. Sie zählen zweifelsohne zu den farbenprächtigsten Insekten der Welt.

Möchten Sie Schmetterlinge in Ihren Garten locken? Dann reicht es nicht, einfach nur ein paar Wildblumen zu pflanzen. Die Raupe des Schmetterlings benötigt völlig andere Pflanzen als der Schmetterling selbst. Die Raupen des Tagpfauenauges, des Admirals und des Kleinen Fuchses ernähren sich ausnahmslos von Brennnesseln. Der Schmetterling hingegen benötigt als Nahrungsgrundlage bunte Wiesen mit allerlei verschiedenen Wildblumen. Der Schwalbenschwanz legt seine Eier auf Fenchel, Dill oder Möhren ab. Der Falter ernährt sich wiederum von Nektar.

Wie bei allen anderen Insektenarten sind auch viele Schmetterlinge vom Aussterben bedroht. Magerwiesen mit einer hohen Artenvielfalt sind sehr selten geworden. Früher waren sie häufig. Meine Mutter erzählt noch von blühenden Wiesen, als sie für ihre Mutter noch Carum carvi (Kümmel) sammeln musste, für die Küche. Wo findet man das heute noch?


Hummeln

Dunkle Erdhummeln
Dunkle Erdhummeln
Dunkle Erdhummeln
Dunkle Erdhummeln

und noch eine Dunkle Erdhummel
und noch eine Dunkle Erdhummel

Hummeln sind mit die beliebtesten Insekten. Ihr behaarter, teilweise pummeliger Körper und ihr rotierender Flug haben schon etwas Besonderes. Hummeln fliegen bereits ab einer Temperatur von +5°C und bestäuben etwa 12 mal soviele Pflanzen wie Honigbienen. Die Hummel ist eine der wenigen Wildbienen, die einen Staat gründet.

Essen Sie gerne Tomaten oder geniessen Pommes am liebsten mit Ketchup?

Es gibt nur ein Insekt, das in der Lage ist, die Blüten von Tomaten zu bestäuben, Sie ahnen schon welches? Genau, es ist die Hummel. Ansonsten müssten die Blüten von Hand bestäubt werden, was natürlich einen hohen Zeitaufwand bedeuten und die Tomaten so um ein Vielfaches verteuern würde. Also wenn Sie das nächste Mal in eine Tomate beissen, dann denken Sie an die Hummel und welchen Dienst sie ganz umsonst für uns leistet.

Falls Sie mehr über Hummeln erfahren möchten, so möchte ich Ihnen das Buch von Dave Goulson ans Herz legen. "Und sie fliegen doch, eine kurze Geschichte über die Hummel". Ebenso sind seine zwei weiteren Bücher "Wenn der Nagekäfer zweimal klopft" und "Die seltensten Bienen der Welt" sehr zu empfehlen.