Der bisherige Garten mit Wohnhaus und Scheune befindet sich innerhalb der gelb markierten Fläche.

 

Seit dem 01.01.2019 habe ich die grün markierte Wiese meines Bruders dazugepachtet. Der bisherige Garten hat eine Grösse von etwa ½ ha. Die Wiese ist etwa 1 ½ ha gross. Somit wird das Grundstück auf etwa 2 ha vergrössert.

 

Zukünftig wird die Wiese nur noch zwei Mal im Jahr gemäht. Die erste Mahd erfolgt Anfang bis Mitte Juni, die zweite Anfang September. Auf diese Weise wurden Wiesen über Jahrhunderte hinweg gemäht. So konnten sich artenreiche Magerwiesen entwickeln, die es heute so gut wie nicht mehr gibt.

Gemäht wird die Wiese mit dem alten Deutz, an dem ein Mähbalken angebracht ist.

Der kleine Traktor ist leicht und verdichtet den Boden nicht so stark. Ausserdem ist das Mähen mit einem Balken wesentlich ökologischer wie mit einem Kreiselmäher.

 

Im Abstand von einigen Jahren werden mehrere vierreihige Hecken entstehen mit einem etwa 4m breiten Krautsaum, der nur einmal jährlich gemäht wird. Der Saum, der die Hecken umgibt, ist ebenso wichtig wie die Hecke selbst. Er bietet vielen Tieren Schutz, Nahrung und Lebensraum. Zwischen den Wildhecken möchte ich noch einige Saalweiden pflanzen. Sie dienen den Bienen im zeitigen Frühjahr als dringend benötigte Pollenspender. In die Wiese wird der Klappertopf eingesät. Der Klappertopf ist ein Halbschmarotzer. Er ernährt sich von bestimmten Gräsern, die dann über mehrere Jahre verkümmern und schliesslich ganz verschwinden. Somit wird die Wiese durch den Einsatz des Klappertopfs auf natürliche Art ausgemagert.

 

Auf der Ost- sowie auf der Westseite entstehen zwei Streuobstwiesen mit hochstämmigen, alten Obstbaumsorten. Angepflanzt werden etwa 40 Bäume.

 

Im Übergangsbereich zwischen dem bestehenden Garten und der Wiese werde ich einen etwa 3 m breiten Streifen anlegen, der mit einer Brache-Mischung eingesät wird. Gemäht wird er nur einmal im Jahr und zwar im Frühjahr. Die Fruchtstände der Pflanzen dienen so den Vögeln als Nahrung und die hohlen Stängel den Insekten als Winterquartier.

 

Des Weiteren werden noch Ast- und Steinhaufen auf der Wiese platziert, als Versteck und Lebensraum für Kleinsäugetiere, Reptilien und Insekten.

 

Die ganzen Massnahmen möchte ich innerhalb von 5 Jahren umsetzen. Durch die Vergrösserung des Gartens um das Dreifache, kann ich auch Arten unterstützen, die einen grösseren Lebensraum mit verschiedenen Strukturen beanspruchen.


Hecken entlang des Rheinauer Naturlehrpfades


Die einzelnen Stationen sind gut beschildert wie die drei Beispiele zeigen.